Auenkröten

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Die Geschichte der Auenkröten aus Michelau
.


Die
Aunkrüedn
und die
Michlaare
Frasskrüedn

Es ist schon viele Jahre her, da lebten in den Auen von Michelau die Auenkröten.
Das sind grünbraune, froschähniche Geschöpfe.
Sie hatten ein riesiges Aunkrüednreich das sich von den Gabsweihern bis hin zum Neuenseer Weiher erstreckte.
Eines Tages wurde es ihnen zu langweilig am Weiher und sie machten sich auf den Weg ins Dorf nach Michlaa.
In Michlaa gab es viele Gastwirtschaften: die Kutschn, den Dorfbunna, die Träna, die Gronna, den Bastel, den Fischkorb, und den Wounge.
Am Sonntagvormittag wurden in den Wirtschaftsküchen runde, faustgroße, ballartige Geschoße ins heiße Wasser geworfen.  
Diese wurden von den Michlaarer als Grüna Klüeß bezeichnet.

Bei der Gastwirtschaft zur Kutschen stellte die Kutschenwirtin einen Teller mit den ballartigen Geschossen auf das geöffnete Küchenfenster
um die so begehrten Grüna Klüeß etwas abzukühlen.   
Die Aunkrüedn die gerade vorbei kamen stibitzten sich schnell einen von diesen runden Kugeln.
Der gefräßige Hamas probiert ihn als erster und …..mmh das schmeckt.
Die Aunkrüedn machten sich von diesem Tag an jeden Sonntag auf den Weg um Klüeß zu stibitzen.
Durch die ungewohnte Nahrung veränderte sich das Aussehen der Krüedn.
Ihre Körper wurden kugelrund wie die Grüna Klüeß.

Die Krüedn mussten sich immer wieder etwas einfallen lassen um an Ihre Lieblingsspeise zu kommen.
Bei der Gastwirtschaft zum Wounge quakten die Krüedn so lautstark vor der Tür
das die Köchin ihr Küchenreich verließ um nachzuschauen was das für  ein lautstarkes gequake ist.
Schwups di wups schlichen sich die zwei sportlichsten Krüedn mit dem Namen Zacki und Fliro in das Küchenreich ein und löffelten den Klüeßhoufn leer,
in mitgebrachten Zubern trugen Sie die Grüna Klüeß davon.

Doch die Einwohner von Michlaa duldeten den sonntäglichen Besuch der Aunkrüedn nicht mehr.
Sie wollten ihre Grüna Klüeß für sich alleine haben.
Mit Ratschen und Trommeln und lautem Geschrei vertrieben die Michlaare Einwohner
die Aunkrüedn in die nahegelegenen Wälder.
Nur noch im Frühling kommen die Aunkrüedn zur Paarung und zum Laichen an die Weiher.

Die Aunkrüedn nannten seitdem die Einwohner von Michlaa die „Michlaare Frasskrüedn.“



Ein Fernsehteam aus München filmte 2 Tage die Aktivitäten von
Birgit Kirster

 
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